Al-Azhar-Observatorium und Dominikanisches Institut IDEO im Dialog gegen extremistische Ideologien

Al-Azhar-Observatorium und Dominikanisches Institut IDEO im Dialog gegen extremistische Ideologien

  • | Sunday, 25 January, 2026
Al-Azhar-Observatorium und Dominikanisches Institut IDEO im Dialog gegen extremistische Ideologien

     Im Einklang mit der Botschaft von Al-Azhar, den interreligiösen und interkulturellen Dialog sowie die Werte des friedlichen Zusammenlebens zu fördern, nahm Al-Azhar-Observatorium für Bekämpfung des Extremismus an einem akademischen Seminar des Dominikanischen Instituts für Orientalische Studien (IDEO) teil.

Das Seminar fand in italienischer Sprache statt und wurde im Rahmen der bestehenden Zusammenarbeit zwischen dem Observatorium, der Europäischen Kommission und dem Anawati-Lehrstuhl organisiert. An der Veranstaltung nahmen Vertreterinnen und Vertreter europäischer Institutionen sowie eine Reihe von Akademikerinnen und Akademikern teil.

Im Mittelpunkt des Seminars standen aktuelle Fragen im Zusammenhang mit Extremismus, religiösem Diskurs und gesellschaftlicher Integration. Dabei wurde insbesondere erörtert, wie religiöse und kulturelle Begriffe in europäischen Kontexten wahrgenommen und vermittelt werden.

Die Forscher der Beobachtungseinheit für die italienische Sprache präsentierten mehrere Forschungsbeiträge. Dr. Al-Sayed Abdel Hadi Mohamed, Dr. Ahmed Al-Attar und Dr. Abdel Wahab Ibrahim befassten sich mit den Herausforderungen, mit denen muslimische Gemeinschaften in Italien konfrontiert sind.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Begriff des Dschihad und seiner Darstellung im europäischen öffentlichen Diskurs. Darüber hinaus wurden Bildungsinhalte in Schulbüchern sowie Beiträge in der italienischen Presse analysiert, um zu untersuchen, inwieweit bestimmte Darstellungen zu vereinfachten oder stereotypen Vorstellungen vom Islam beitragen können.

Die Beiträge des Observatoriums betonten die Bedeutung von Bildung, wissenschaftlicher Analyse und interreligiösem Dialog bei der Prävention von Extremismus und Radikalisierung. Zugleich wurde hervorgehoben, dass nachhaltige Präventionsarbeit den Austausch zwischen religiösen, akademischen und gesellschaftlichen Akteuren erfordert.

Durch die Analyse extremistischer Diskurse unter Berücksichtigung ihrer sprachlichen und gesellschaftlichen Kontexte setzt Al-Azhar-Observatorium für Bekämpfung des Extremismus seine Bemühungen fort, zu einem differenzierten Verständnis extremistischer Ideologien beizutragen und den Dialog zwischen unterschiedlichen Kulturen und Religionsgemeinschaften zu fördern.

Prof. Martino Diez, wissenschaftlicher Direktor der Oasis Foundation und Professor für arabische Sprache und Literatur an der Katholischen Universität Mailand, präsentierte einen Beitrag mit dem Titel: „Die Frage des Extremismus in der öffentlichen Debatte und der akademischen Forschung in Italien“. In seinem Vortrag stellte er verschiedene Initiativen der Oasis Foundation zur Prävention und Auseinandersetzung mit Extremismus vor. Dabei ging er insbesondere auf Ansätze des direkten Dialogs sowie auf Erfahrungen aus unterschiedlichen geopolitischen Kontexten ein, darunter die Sahelzone, Somalia, Syrien und der Irak. Darüber hinaus thematisierte der Beitrag begriffliche und historische Aspekte extremistischer Ideologien und ordnete diese in ihren jeweiligen gesellschaftlichen und politischen Kontext ein.

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